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Veeam Backup & Replication Sicherheitslücke CVE-2025-64393: RCE über die Rolle Backup Viewer

Sicherheitshinweis Kritisch 4 Min. Lesezeit

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Veeam Backup & Replication Sicherheitslücke CVE-2025-64393: RCE über die Rolle Backup Viewer
CVECVE-2025-64393
SchweregradKritisch
CVSS-Wert 9,4
StatusPatch verfügbar
Betroffene ProdukteVeeam Backup & Replication 12.3.2.4854 (12.3.2 P3) und alle älteren Builds der Version 12. Behoben in 12.3.2 P4 (Build 12.3.2.4934). Version 13 ist nicht betroffen.

CVE-2025-64393 (CVSS 9,4) in Veeam Backup & Replication 12 erlaubt Benutzern mit der Rolle Backup Viewer, Code auf dem Backup-Server auszuführen. Behoben in 12.3.2.4934.

Zusammenfassung

Am 6. Oktober 2026 hat Veeam den Artikel KB4934 veröffentlicht. Er nennt drei Schwachstellen, die mit Veeam Backup & Replication 12.3.2 P4 behoben wurden. Die schwerwiegendste ist die Veeam Backup & Replication Sicherheitslücke CVE-2025-64393. Sie erlaubt einem Benutzer mit niedrigen Rechten, der nur die Rolle Backup Viewer hat, Code aus der Ferne auf dem Backup-Server auszuführen (RCE). Ursache ist eine unsichere Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten, die über den Mount Service empfangen werden. Laut CVE-Eintrag läuft der Code mit SYSTEM-Rechten.

  • CVSS v4.0: 9,4 (Kritisch)
  • Betroffene Versionen: Veeam Backup & Replication 12.3.2.4854 (12.3.2 P3) und alle älteren Builds der Version 12.
  • Nicht betroffen: Alle Builds von Veeam Backup & Replication 13.
  • Aktiv ausgenutzt: Der Veeam-Artikel nennt keine Ausnutzung. Bis zum 8. Oktober 2026 sind uns keine öffentlichen Berichte über Angriffe bekannt; die Lücke steht nicht im KEV-Katalog der CISA.
  • Status der Behebung: Patch verfügbar: 12.3.2 P4 (Build 12.3.2.4934).

Im selben Update behobene Schwachstellen

CVESchweregradCVSS v4.0Auswirkung
CVE-2025-64393Kritisch9,4Ein Benutzer mit der Rolle Backup Viewer kann Code aus der Ferne auf dem Backup-Server ausführen.
CVE-2026-93026Mittel6,1Ein Benutzer mit der Rolle Backup Viewer kann den Master Key des Enterprise Managers ändern oder löschen und gespeicherte Zugangsdaten für Antivirus-Updates lesen oder überschreiben.
CVE-2025-64392Mittel4,8Reflektiertes XSS im Veeam Backup Enterprise Manager: Öffnet ein angemeldeter Portalbenutzer einen präparierten Link, kann Skriptcode in seinem Browser laufen.

Alle drei betreffen dieselben Builds und sind in 12.3.2.4934 behoben. Alle wurden über HackerOne gemeldet.

Warum das wichtig ist

Backup-Server sind ein bevorzugtes Ziel von Ransomware-Angreifern. Wer die Sicherungen löscht oder verschlüsselt, nimmt dem Opfer auch den Weg zurück. Hier braucht der Angreifer keine Admin-Rechte; ein Konto mit der Rolle Backup Viewer, die eigentlich nur zum Ansehen gedacht ist, genügt. Ein einziges kompromittiertes oder schwach geschütztes Viewer-Konto kann so zur Kontrolle über die gesamte Backup-Infrastruktur führen.

Veeam warnt selbst, dass Angreifer veröffentlichte Patches wahrscheinlich per Reverse Engineering analysieren, um ungepatchte Installationen anzugreifen.

Was ist jetzt zu tun?

  1. Build prüfen: Sehen Sie in der Konsole von Veeam Backup & Replication nach der Build-Nummer. Wenn Sie einen Build der Version 12 älter als 12.3.2.4934 einsetzen, sind Sie betroffen.
  2. Auf 12.3.2.4934 aktualisieren: Erstellen Sie vorher ein Konfigurations-Backup. Läuft der Enterprise Manager auf einem eigenen Server, aktualisieren Sie ihn ebenfalls.
  3. Rolle Backup Viewer einschränken: Prüfen Sie in der Konsole unter Users & Roles > Security, wer diese Rolle hat, und entfernen Sie unnötige Konten. Vergeben Sie die Rolle an namentlich bekannte Personen, nicht an große Gruppen.
  4. MFA für die Konsole aktivieren: Veeam Backup & Replication unterstützt Mehrfaktor-Authentifizierung für Anmeldungen an der Remote-Konsole und der Web-Oberfläche. MFA funktioniert nicht für Benutzergruppen; fügen Sie Benutzer daher einzeln hinzu. In der Community Edition gibt es kein MFA, und der Enterprise Manager unterstützt MFA nur über einen per SAML angebundenen Identitätsanbieter.
  5. Backup-Server aus der Domäne nehmen: Nehmen Sie den Veeam-Server nicht in die produktive Active-Directory-Domäne auf. Betreiben Sie ihn in einer separaten Verwaltungsumgebung und beschränken Sie den Admin-Zugriff auf ein eigenes Netzsegment.
  6. Unveränderliche und Offline-Kopien vorhalten: Speichern Sie mindestens eine Kopie Ihrer Sicherungen unveränderlich (immutable), etwa in einem gehärteten Linux-Repository oder in Objektspeicher mit Object Lock, oder offline. Testen Sie Wiederherstellungen regelmäßig.
  7. Nach Spuren suchen: Prüfen Sie den Backup-Server auf unerwartete Konten, neue Rollenzuweisungen, gelöschte oder veränderte Backup-Jobs und Änderungen am Schlüssel des Enterprise Managers.
  8. Ende von Version 12 einplanen: Der Support für Veeam Backup & Replication 12 endet am 28. Februar 2027. Planen Sie den Umstieg auf Version 13 schon jetzt.

Wie kann Doğa Network helfen?

Unser Team unterstützt Sie bei der Build-Prüfung und geplanten Aktualisierung von Veeam Backup & Replication, bei der Überprüfung von Rollen und Berechtigungen, bei MFA für die Konsole, beim Herauslösen des Backup-Servers aus der Domäne, beim Aufbau unveränderlicher Backup-Repositories und bei der Planung des Umstiegs auf Version 13. Sie erreichen uns unter +90 850 888 3642 oder per E-Mail an hi@doga.network.

Quellen

#Veeam#Backup & Replication#Backup-Sicherheit#Ransomware#RCE#CVE-2025-64393
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